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Die Regionalgruppe Westfalen traf sich am 29.05.2011 in Höxter/Corvey. Die elf Teilnehmer kamen in unterschiedlichen Gruppen zum Treffpunkt. Schon die Anfahrt über die kilometerlange schnurgerade Corveyer Allee war beeindruckend, sind wir da nicht über eine (römische) Limitationsachse gefahren?
Aber zuerst sammelt sich die Gruppe vor dem Schloßmuseum, um an der öffentlichen Führung um 11:00 teilzunehmen. Mit den anderen Besuchern sind wir eine überschaubare Gruppe die durch die Anlage geführt wird. Der Führer beginnt seinen Vortrag mit der Gründung des Benediktiner-Klosters im Jahre 822. Etwas eigenartig sind die massiven Säulen mit korinthischen Kapitellen in der Kirche schon, die zum karolingischen Westwerk gehören sollen. Diese sind baugeschichtlich das älteste Bauwerk in Westfalen. Und auch die alten Fresken von Delphinen an der Innenseite der Kirche sind im westfälischen Raum ohne Vergleich.
Nach der Führung sammelt sich die Gruppe vor dem Westwerk, Gelegenheit zu einem Picknick, die Mauern und die Sonne laden dazu ein.
Anschließend berichtet Michael von seinem ehemaligen Lehrer Heribert Klabes, der seine Schüler immer wieder mit seiner Theorie über ein römisches Uferkastell - eine Civitas an der Weser beeindrucken konnte. Ach ja Civitas steht ja auch noch oben auf der Platte unter dem Erker mit den beiden Wolfsköpfen: „Diese Civitas umfasse du, Herr, und deine Boten mögen ihre Mauern bewachen“. Klabes fühlte seine Theorie bestätigt durch den Fund von Mörtel mit Ziegelkleinbeimischungen, Funde von Mauerresten eines Kastells gegenüber von Corvey, etruskischen Fensterbögen im unteren Bereich des Ur-Westwerks und der verwendeten Schrift auf der Gründungsplatte. Diese nur römischen Senatoren in einem relativ kurzen Zeitraum der römischen Geschichte vorbehalten. Klabes ordnete die römischen Funde in Westfalen den zwölf Kastellen zu, die vom Rhein zur Weser, jeweils im Abstand von einem römischen Tagesmarsch etwa 20 km angeordnet waren. Dazu passten die archäologischen Ausgrabungen und der Nachweis einer gepflasterten Straße in der Nähe von Neuenheerse bei Paderborn.
Leider ist nur für eine kurze radiaesthetische Überprüfung Zeit, denn die Gruppe setzt sich in die Altstadt von Höxter ab, wo man jetzt nach der Verkehrsberuhigung direkt an der Hauptstraße im Café sitzen kann.
Nach einem Weg durch die Stadt mit alten Fachwerkhäusern bis zu einem Rest eines der Stadttore und einem Gang über den Stadtwall trennt sich die Gruppe wieder.
Die weiteren Messungen müssen dann zu Hause per „mapdowsing“ erfolgen und führen zu folgenden Ergebnissen:
Hubert: Die blaue Umrandung von Corvey, ist mit der Grifflänge 4,2 K abwechselnd Yin/Yang im 30/120 Sekunden Rhythmus zu muten. Sie läuft auf beiden Seiten und in der Mitte des Weges, der vom Westwerk zum Turm der Klosteranlage läuft. Die Breite auf dem Weg liegt bei ca. 4,50 Meter.
Die magenta farbige Linie beginnt auch im Westwerk, läuft dann über den gleichen Weg und führt bis zur Kilianikirche in Höxter. Kurz nachdem sie Corvey verlassen hat, sowie kurz bevor sie in der Kilianikirche eintrifft, verändert sich diese Linie. Dies ist vielleicht eine Invertierung oder etwas anderes. Jedenfalls fühlt es sich etwas anders an. Zumindest an der Kilianikirche ist keine Mittelachse zu finden Die Grifflängen sind: 4,25 K R 5 pulsierend, 4,3 K R; 7,15 S R 3; 11,7 S U 4; 37,1 S R 1
Im Ur-Westwerk, in der Mitte des römischen? Gebäudes, haben wir einen Platz gefunden, den wir den Platz der Königs genannt haben. Seine Grifflängen sind: 4,2 K R; 4,7 S LR wechselnd; 4,9 K LR wechselnd; 4,9 S LR wechselnd
Michael: in der Corveyer Allee ist eine 9,3 C R als Geomantische Zone messbar. Grifflängen des Cardo und Decomanus, die bei römischen Stadtgründungen Verwendung fanden, lassen sich nur um das Westwerk innerhalb von Corvey messen, vielleicht sind das Reste einer ursprünglichen Limitation. Einige H3-Werte für Römische Straßen und Fernstraßen finden sich in der Achse des Westwerkes wieder, diese Zonen verlaufen neben der Corveyer Allee etwa bis zum Weserbogen, um dann sich dann wieder mit der Achse der Allee zu vereinen. Da die jetzige Allee auf die barocke Schlossachse ausgerichtet ist, lässt sich nur vermuten, wie die römische Achse verlaufen ist.
Die Ergebnisse sind spannend und wir nehmen diese zum Anlass, bei einem der nächsten Besuche in Höxter, der Sache nachzugehen.
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