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RVD Vereinssitzung und Schulung |
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Geschrieben von: Ingeborg M. Lüdeling
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Bericht über eine für die Teilnehmer offene Vorstandssitzung des RVD am Freitag den 15.07.11 und das Schulungswochenende vom 16.07.11 - 17.07.11.
Am Freitagabend fanden sich 22 Vereinsaktive in Loheland ein. Wie immer wurden wir herzlich im Wiesenhaus zum Abendessen und weiteren Aufenthalt empfangen.
Die Vorstandssitzung verlief wie immer konstruktiv und harmonisch. Nach den üblichen Regularien wurden wichtige größere Vorhaben wie die anstehende Mitgliederversammlung in St. Ottilien vom 09. -11.09.11 und das fürs Jahr 2012 vorgesehene Symposium „Häuser, Heilen und H3 Antenne“ vom 30.03.12 - 01.04.12
besprochen. Viele gute Ideen und Anregungen wurden des weiteren diskutiert und aufgegriffen. Neue Erfahrungsfelder öffneten sich und der Forschergeist dadurch
angeregt.
Die Vorstandssitzung hatte folgende weitere Inhalte:
Gestaltung der Vereinsarbeit mit Regional- und Fachgruppen, Aktivitäten, Austausch und Zusammenarbeit im Verein. Aufgaben dieser Gruppen und des Redaktionsteams,
Vereinszeitung, Mitgliederinfos, Kassenprüfung, Einnahmen und Ausgaben. Besonderes Highlight war am Samstag und Sonntag der Workshop für Aktive mit
Schulung in Theorie und Praxis mit dem Szintillationsdetektor.
Robert Mayr von „rom elektronik“ erklärte und zeigte
anschaulich und praxisorientiert das
Szintillationsmessgerät medCONT.
Anwendungen sind möglich in: Nuklearmedizin,
Nuklidlabor, Strahlenschutz, Kontaminationsmessungen,
radiologischer Arbeitsschutz, Freimessungen,
Umweltmeßtechnik, Radonmessung, Abfallwirtschaft.
Das Gerät medCONT ist ein Radioaktivitäts- und
Kontaminationsmeßgerät, das ein besonders schnelles
und zuverlässiges Erkennen erhöhter Radioaktivität durch
patentiertes Auswerteverfahren mit modernen Fuzzy-
Methoden ermöglicht.
Es erleichtert ein schrittweises, rasterförmiges Ausmessen eines als nuklear verstrahlten
Gebietes oder einer Fläche. Es erlaubt eine genaue Aktivitätsbestimmung durch
Langzeitmessungen und eine Alarmmeldung bei Grenzüberschreitung. Eine Option ist die
Gammaspektroskopie. Beim Absuchen einer Fläche auf erhöhte Strahlung lässt
medCONT den Benutzer ungewöhnlich schnell vorankommen, ohne dass die
Erkennungssicherheit leidet.
Nun muss niemand zögerlich oder ängstlich ob der Bedienung dieses Gerätes sein. Nur
Mut, das medCONT wird über eine leicht von radioaktiven Strahlungsrückständen zu
reinigende Folientastatur mit 7 Tasten bedient. Durch die mehrsprachige Benutzerführung
über das Display werden auch komplexe Bedienvorgänge einfach erreicht, denn die am
meisten verwendeten Betriebsarten sind über wenige Tastenbetätigungen wählbar.
Praktisch auch, dass der Anwender individuell eigene Betriebsarten generieren kann,
wenn er das möchte. Die Anzeige der Messwerte erfolgt über ein praktisches Display mit
Hintergrundbeleuchtung, welche die Arbeit in der Dämmerung oder Dunkelheit sehr
erleichtert. Erwähnenswert ist vielleicht noch der Messwertspeicher mit über 7900
Speicherplätzen!
Der RVD hatte solch Gerät angeschafft und möchte damit speziell geologische Störungen
und/oder geomantische Besonderheiten detektieren und analysieren. Interessant war in
diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass die Qualität der Feldbegehungen bei
entsprechenden Mondphasen zu- oder abnimmt. Dies führt Robert Mayr auf die
periodischen Schwankungen der Hintergrundstrahlung zurück. Die Erde reagiert
offensichtlich in viel stärkerem Umfang auf die Mondphasen als die Populärwissenschaft
wahrhaben will. Wie wir wissen, ist die Erde ein lebendiges Wesen und diese
Schwankungen ließen bei den Teilnehmern den Vergleich und das Bild aufkommen, dass
die Erde atmet.
Allerdings können auch Baustoffe, sowie Kacheln im
Haus radioaktiv strahlen. Es wurde so eine Kachel von
Robert Mayr mitgebracht und unter größtem Interesse der
Teilnehmer mit dem Gerät untersucht.
Die Möglichkeiten des Gerätes wurden für die Teilnehmer
besonders anschaulich, als es darum ging, geologische
Störungen mit dem medCONT aufzuspüren. Nach kurzer
Eingewöhnungszeit bekommt der Untersucher während
seiner Feldbegehung ein Gefühl für die grafische Anzeige
und kann dann aus leichten Veränderungen der
Messwerte Störungen erkennen. Über Wasseradern kommt es in der Regel zu leicht
reduzierten Strahlungsaktivitäten, über Verwerfungen steigt dagegen der Strahlungspegel
an. In Verbindung mit den radiaesthetischen Untersuchungen ergibt sich hier ein weites
Feld für vertiefende Forschungen. Hilfreich ist dafür, dass sich die Auswertung der
gemessenen Strahlungsanomalien mit einem Computer grafisch darstellen lässt.
Etwas gewöhnungsbedürftig war für die Kursteilnehmer jedoch die Handhabung des
Detektors, der mit 8 kg Gewicht durch die notwendige Bleiabschirmung etwas schwer in
der Hand lag.
Das Wochenende hat alle Mitglieder sehr motiviert, sich intensiver mit diesen Themen
auseinanderzusetzen und zu forschen. RVD-Mitglieder können sich gern das Transport
empfindliche Gerät zu Forschungszwecken ausleihen, allerdings nur gegen Abholung in
der Geschäftsstelle Versmold.
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