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Impressionen vom D-A-CH-Treffen, 2.- 4.10.2020, Insel Reichenau

Freitag, München, 2. Oktober, Abholung vereinbart für 10:00 – schnell noch ein Blick aufs Handy – Nein, nicht wegen des Wetters, sondern auf die Seiten des RKI. Banges Warten beim Aktualisieren - hoffentlich ist München nicht über Nacht wieder zum Hotspot geworden und damit, wegen des Beherbergungsverbots in Baden-Württemberg für Einwohner eines Corona-Fallzahlen-Hotspots, die Reise hinfällig. Dann Erleichterung, die Fallzahlen, also die Zahl der positiven PCR-Tests war stabil geblieben, der Reise stand nichts im Wege.

4,5 Stunden später treffen wir auf der Insel Reichenau im Bodensee ein – ein wenig zu spät.

Treffpunkt war die Kirche St. Georg in Oberzell, sie stand zur Erkundung bereit. Nach der Fahrt durch 3 Länder war ich persönlich „ein bisserl durch den Wind“, sodass ich das Muten erstmal sein ließ und mich einfach nur freute, alte Freunde wiederzutreffen, aus Österreich, der Schweiz und natürlich aus Deutschland. Ein wenig „fremdelte“ es schon, war doch die Angst vor Corona, einer stets drohenden Ansteckung und das Mantra „Maske, Abstand, social distancing“ in unser aller Köpfe eingehämmert.

St. Georg selbst, im Ursprung eine frühromanische Gründung, die in den Jahrhunderten einige Umbauten erfuhr, wurde gerade im Inneren aufwendig restauriert. Eine Seite war deshalb leider komplett eingerüstet, was auch die Energiewahrnehmung im Inneren einschränkte. Fasziniert war ich von der Westapsis an der sich – leider zerstört vom heutigen Eingang – ein Fresko vom „Totentanz“ über die Darstellung der „Öffnung der Gräber“ mit Szenen von Golgatha zu einer wundervollen Darstellung von Christi Himmelfahrt emporschwingt. Auf der Nordseite lassen die bereits restaurierten Fresken die einstige Pracht erahnen.

Das Wetter trübte sich mehr und mehr ein, sodass sich der frühe Weg ins Hotel Mohren, unserer Tagungsstätte, anbot. Dort warteten Kaffee und Kuchen auf uns und der offizielle Beginn mit Begrüßung durch die drei Vorstände der sich hier treffenden Vereine und Verbände: Rosi Schwarz, ÖVRG (A); René Näf, VRGS (CH); Eva Martin, RVD e.V. (D). Ute Quandt, die Organisatorin des Treffens, führte weiter durch das Programm, das, bedingt durch die Umstände (Reisewarnungen / Einreisebeschränkungen, Regelverschärfungen noch am Tag vor dem Treffen) kurzfristig geändert werden musste. Nicht alle Referenten und auch Teilnehmer konnten anreisen. Dennoch war das D-A-CH-Treffen nicht abgesagt worden und fand mit einer kleinen Änderung des erforderlichen Hygienegesetzes (Maskenpflicht im Tagungsraum) mit fast 70 Teilnehmern wie geplant statt.

Weiter ging es dann mit dem Vortrag von Wolfgang Strasser „Finde Deine Energie – Radiaesthesie im Spannungsfeld der Megatrends“. Er zeigte unter anderem auf, dass die Radiaesthesie heute Aufgaben übernehmen kann in vielen „Megatrends“ wie Gesundheit, Wissenskultur und Individualisierung, Vernetzung, Globalisierung. Er stellte klar, dass auch die Tradition des Wünschelrutengehens als schützenswertes Kulturgut gesehen werden muss. Eine zu große Aufgabe für den Einzelnen oder einen Verein? Als Unterstützung stellte er als einigende und verstärkende Möglichkeit den Beitritt zum neu entstandenen Dachverband vor, dem EAS | Europäischer Dachverband für ganzheitliche Raumkultur e.V., dem er nun als Gründungsmitglied vorsteht.

Nach einem entspannten Abendessen sprach Ewald Kalteiß über den Einfluss des Magnetfeldes der Sonne auf die Erde und auf unser Leben. Zu diesem Thema gibt es auch eine Publikation von ihm, mit all den schönen Aquarellen, die seinen Vortrag illustrieren.

Am nächsten Morgen hielten René Näf und Stefan von Arb Vorträge zum Genius Loci „Insel Reichenau“ und zur Geschichte dieses Ortes sowie zur Kirche St. Peter und Paul, deren Erkundung anschließend anstand. Hatte Prof. Beindl schon Freitag bei St. Georg einiges zur Kirchengeschichte (Romanik / Frühromanik) gesagt, so ging René tiefer in den „Sinn“ von Kirchengeomantie ein: Im Bezug zu St. Peter und Paul: Astromedizin – Heilung, Selbsterfahrung, Erfahrung von Planetenkräften / Planetenlinien und Sternzeichen.

So stand unser Treffen also in einem Dreiklang von „Megatrends“

– Gesundheit (vor dem Hintergrund der Corona Problematik): Astromedizin / Astrologie

– Individualisierung: eigene Heilung & Wahrnehmung / Dokumentation geomantischer Kräfte

– Wissenskultur: erforschen des Genius Loci & der hl. Geometrie mit traditionellen Methoden

Heilige Geometrie, die in Kultstätten eingewobene Geomantie und die durch Orts- und Baustruktur mit der Radiaesthesie mutbaren Energiestrukturen griff dann später Herr Prof. Mayr auf – und zeigte eine Möglichkeit auf, dieses „Mutbare“ in „Messbares“ zu überführen, mit dem vom ihm entwickelten Szintillationszähler. Über die Messung der Schwankungen der natürlichen Radioaktivität des Bodens lassen sich klar die mut- und erfahrbaren Bereiche von auf- & abbauenden Energien mit Computergraphen nachzeichnen – ein spannendes Feld, das wir im RVD e.V. sogar anhand unseres eigenen Gerätes nachprüfen können.

Der Abendvortrag von Elke Regendörp über „Verquickung zwischen Astrologie und Radiaesthesie“ nahm nochmal das Thema Sterne und ihre Einflüsse auf uns als Schwingungsresonanz im Zwischenmenschlichen auf. Dieser Faden wurde am Sonntag weitergesponnen von Prof. Hensch, der über „Radiaesthesie und Homöopathie sind Geschwister“ sprach und aufzeigte, dass allein die Schwingungsresonanz über Heilung und auch Empfänglichkeit für Krankheit entscheidet – wie weit Schulmedizin und medizinische Forschung von solchen Erkenntnissen entfernt sind, zeigt sich ja gerade in dieser Zeit, in der (wieder einmal) über das Verbot von Homöopathie nachgedacht wird.
Wie kraftvoll aber „alte“ Kräutermedizin doch sein kann, das stellte Frau Jutta Martin in ihrem Vortrag „Kräuterküche statt Pillencocktail“ – anhand der Ernährungslehre der hl. Hildegard von Bingen – eindrucksvoll dar.

Lieben Dank an Ute Quandt, die dieses Treffen aller Widrigkeiten zum Trotz organisierte und die Vortragenden zusammenstellte, sodass sich ein interessanter Spannungsbogen auffächerte über einem schönen Ort, der sicher einen weiteren Besuch wert ist.

Danke allen, die trotz aller Widrigkeiten und Beschränkungen gekommen sind, Referenten und Teilnehmer gleichermaßen. Bedauerlich, dass Herr Prugger (A) nicht anreisen konnte, so blieb ein spannendes Thema zur „Numerologie der Kirchen auf der Reichenau“ leider ungehört. Dank an Stefan von Arb, der einsprang und mit seinem Vortrag zum Genius Loci mit Ausflügen in die heilige Geometrie diese Thematik mit angerissen hat.

Wir überlegen, die Vorträge für all die, die nicht kommen konnten, in einer noch nicht gefundenen Form (Audio-CD / Tagungsband) zur Verfügung zu stellen, da es schade wäre, wenn dieses Wissen verloren ginge. Bei Interesse oder falls die Möglichkeit bei einem von Euch besteht, uns hierbei zu unterstützen, dann meldet Euch bitte bei der Geschäftsstelle, danke.

Nur: Das Lesen oder Hören dieser Vorträge ist nur „Futter für den Kopf“. Das Wirkliche, was solche Treffen ausmacht, ist das gelebte Miteinander, das Erfahren eines Verständnisses im Anderen, das erlebt werden muss. Dies macht das Vereinsleben aus, gerade bei unserer überregionalen Struktur. Deshalb: Wir werden diese Treffen weiterführen – 2022/23 lädt der ÖVRG ein – wir freuen uns auf ein Wiedersehen! Die Erweiterung, Vertiefung von Freundschaften und Vernetzung über unsere Grenzen hinaus ist heutzutage wichtiger und notwendiger als je – und liegt ganz im Megatrend: „Globalisierung“.

Wir sehen uns bei unserer nächsten Veranstaltung!

Lieber Gruß im Namen des Vorstandes, Gudrun

PS.: Im Anhang: Ein Kursangebot zur Kraftortgestaltung von Michael Greiner im November

PPS.: Bereits abrufbar (kostenpflichtig) sind verschiedene Vorträge von Ewald Kalteiß auf der Seite der „Chiemseewellen“ https://www.chiemseewellen.de/shop/ und der ÖVRG hat einen Webshop eingerichtet, in dem verschiedene Vorträge abgerufen werden können, die in deren Räumen gehalten wurden: https://shop.radiaesthesieverband.at – schaut mal rein, sicher eine Option, wenn die Tage wieder kürzer und kälter werden…